25. September Teil 2

Wir fuhren durchs Dorf  Psichro, ein unscheinbarens Dörfchen  mit steil ansteigenden Gassen und bröckeligen Steinbehausungen, weiter bis zum hochgelegenen zentralen Parkplatz  unterhalb der in 1025m  hoch gelegenen  Höhle. Da Mittagszeit war, war er natürlich randvoll und um das Auto auf den zugewiesenen Platz abzustellen, musste Walter ganz schön kurbeln. DAS war geschafft. Feste Schuhe anziehen, Wanderstöcke  auf die richtige Höhe bringen und Aufstieg wagen.




Der Plattenweg nach oben war ziemlich steil und lag in der Sonne. Vom Angebot  uns  auf Mauleseln hoch tragen zu lassen..gegen ein ordentlichen Entgelt  versteht sich...machten wir natürlich  Gebrauch, um unsere Knie etwas zu entlasten.




So ganz einerlei war uns auf dem Rücken der Esel nicht, sie schwankten gehörig, wenn sie die Spitzkehren meistern mussten. Aber wir haben es geschafft, mussten dann aber noch so ca.200m über  einen Steinweg laufen.


Das Plateau des Eingangs zur Höhle GESCHAFFT!
Wir wurden erstmal schon  mit einem tollen Blick auf die Lassithi Ebene belohnt.


Die Frage ob wir die 200 Stufen in der Höhle  erst runter und dann wieder  hoch marschieren, stellte sich für uns garnicht.
Aber  erstmal ausruhen und etwas trinken.
Dann das:


Hinunter in den Schlund...
Der Eingang zur Höhle liegt wie schon gesagt..in 1025 m Höhe. Stege führen in der mit elektrischem Licht ausgeleuchteten Höhle abwärts durch eine Wunderwelt von Stalagmiten und Stalaktiten. Von der frühminoischen Zeit bis in die Spätantike hinein, also von etwa 2500 v.-400 n.Chr., diente die Höhle kultischen Zwecken. In und vor ihr fanden Archäologen kleine Altäre und zahlreiche Votivgaben. Von alledem ist  hier und heute nichts mehr zu sehen, wir bewundern nur, was Mutter Natur in Tausenden von Jahren geschaffen  hat..schaut..



Einfach wunderschön  und gut zu begehen, überall Geländer. 
Oben wieder angekommen, waren wir gut runtergekühlt.
Nun stand der Abstieg bevor, den wir mit Stöcken aber gut bewältigen.


Noch einen Einschub...warum ZEUSHÖHLE?
Der griechischen Mythologie nach wurde Zeus in einer Höhle auf Kreta von seiner Mutter Rhea geboren oder zumindest als Neugeborener sofort dahin gebracht. Sein Vater Kronos nämlich hatte die unangenehme Eigenart, all seine Kinder sofort nach ihrer Geburt zu verschlingen. Zeus sollte diesem Schicksal entgehen. Rhea täuschte Kronos, reichte ihm nach der Entbindung einen in Tücher gehüllten Stein als Ersatz. Zeus gab sie in die Obhut der Ziege Amaltheia, die ihn in der Höhle nährte und großzog. Neun Dämonen, die Kureten, schlugen immer dann, wenn das göttliche Kind schrie, mit ihren Speeren gegen ihre Schilder, damit der böse Vater Kronos das Geschrei nicht hörte. Als Jüngling verließ der kleine Zeus dann die Höhle und schickte sich an, seinen Vater zu töten und an seiner Stelle den höchsten Thron im griechischen Götterhimmel zu besteigen.

Auto nehmen, zur Taverne "Zeus Garden" fahren ..Pause und genießen. 

Ein kleiner Schlenker bringt uns etwas später vom direkten Weg nach Malia  ab und führt uns ins stille, immernoch auf 600 m Höhe gelegene Dorf Krasi. Hier wächst die wohl älteste Platane Kretas auf dem Dorfplatz- sie wird auf ca 2000 Jahre geschätzt - an dem ein venezianischer Brunnen Wasser spendet. Unter der Platane stehen natürlich - wie könnte es auf Kreta anders sein - die Tische und Stühle eines Kaffeehauses.









Dann ging es ins Hotel zurück und Relaxen..19 Uhr  zum Abendessen  gehen..und einfach  zufrieden sein, was wir bewältigt  haben und es setzen lassen.
Der Tag  war anstrengend  aber sehr interessant. 

Kommentare